Raynox HD-5000 PRO auf der Canon HV20


Raynox_HD5000PRO

Laut Raynox hat diese Vorsatzlinse mit Faktor 0.5 ein recht hohes Auflösungsvermögen. Allerdings verfügt der HD-5000 PRO selbst über ein Anschlussgewinde von 37mm und passt damit nur über ein Zwischengewinde an die 43mm der HV20. Der von Raynox zur Optik mitgelieferte 43mm-Schraubadapter sorgt allerdings für einen recht hohen Abstand zum Objektiv, was wiederum zu heftigen schwarzen Abschattungen (Vignettierung) an den Bildrändern führt. Ich habe deshalb über Ebay bei einem chinesischen Anbieter einen günstigen 37/43-Adapter bestellt, der für einen geringeren Abstand von der Canon-Frontlinse zur hinteren Linse des Raynox sorgt. Die folgenden Testaufnahmen wurden mit diesem Adapter erstellt. Der Reduzierring lässt sich immer an der Kamera behalten, er sorgt für etwas mehr Schatten für die Canon-Linse aber keine schwarzen Bildecken.

Hier ist dieser Reduzierring an der Kamera zu sehen:
Adapter37_43


Der Raynox HD5000PRO ist relativ leicht und klein. Die Kamera lässt sich damit weiterhin gut bedienen. Ich vermute sogar, dass der IR-Schärfesensor auf der Seite der Kamera weiterfunktioniert. Ihm bleibt zumindest Platz, am Rand der Vorsatzlinse vorbei nach vorne zu schauen.
Hier ein paar Ansichten der Canon HV20 mit montiertem HD-5000 PRO.


Von vorne:
HV20RAY_01

Und seitlich:
HV20RAY_03
HV20RAY_02


Zu den Testaufnahmen.
Alle Aufnahmen wurden im Fotomodus der Kamera erstellt, in der Auflösung 1920 x 1080. Um das Bild in der vollen Auflösung anzusehen, bitte draufklicken.

Testaufnahme 1
Wie scharf bleibt die Aufnahme an den Rändern? Wie stark vignettiert der Raynox? Sehen Sie selbst:


HV20 in voller Weitwinkelstellung:
01_HV20

Gleiches Sujet mit dem Raynox HD-5000PRO. Auch hier volle Weitwinkelstellung.
01_HV20RAY

Testaufnahme 2
Wie verhält es sich mit den Farben und Kontrasten? Wird der helle Himmel durch beide Optiken gleich gezeichnet?


HV20 solo:
02_HV20

HV20 mit Raynox:
02_HV20RAY

Testaufnahme 3
Die Verzeichnungen (Krümmungen an den Bildrändern) sind auch auf den obigen Aufnahmen gut sichtbar. Bei der folgenden Aufnahme lässt sich dies besonders gut beurteilen.

HV20 mit relativ geringer Verzeichnung.
03_HV20

HV20 mit Raynox HD-5000PRO, die Geraden werden krummer:
03_HV20RAY

Das persönliche Fazit:
Am meisten stört mich, dass der HD-5000PRO trotz einem speziell kurzen Reduziergewinde nach wie vor vignettiert. Allerdings ist davon auf dem Schwenkmonitor der HV20 nichts zu sehen. Auch bei den meisten TV-Geräten mit Overscan werden wohl die schwarzen Ecken abgeschnitten. Bei einer pixelgenauen Darstellung aber sind sie da. Vermeiden lassen sie sich nur, wenn man leicht einzoomt. Wieviel muss man selber ausprobieren und spüren, da man auf der HV20 selber davon ja nichts sieht.

Die Bildschärfe halte ich für halbwegs akzeptabel, für höhere Ansprüche aber ungenügend. Bereits in der Bildmitte ist eine leichte Einbusse an Detailzeichnung zu bemerken und gegen aussen wirds zum Teil richtig flau. Man darf allerdings nicht vergessen, dass der HD-5000PRO hier mit dem vollen Weitwinkelfaktor von 0.5 getestet wurde. Viele andere Konverter bieten bloss einen Faktor 0.7 oder 0.8 und liefern da natürlich auch optisch bessere Werte.

Ich werde den Raynox einsetzen, wenn ich den Bildwinkel ungbedingt brauche, aber nur dann. Womöglich schaff ich mir aber noch den WD-H43 von Canon an. An dieser Stelle würds in diesem Fall dann einen Direktvergleich geben.

© Coypright 2007 Joerg Niggli.



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